Konzept

Jenaplan-Pädagogik – Perspektiven für eine moderne Schule

  • ein offenes reformpädagogisches Konzept
  • ein Beitrag zur aktuellen Schulentwicklung
  • kein Widerspruch zu den Forderungen der Bildungsstandards
  • ein Weg kompetenzorientierten Lernens
  • eine Antwort auf offene Bildungsfragen
  • Anlass für eine LehrerInnenbildung mit europäischer Orientierung
  • ein Weg zu einer Leistungskultur in der Schulbildung
  • eine Schule des Fragens für ein lebenslanges Lernen
  • ein strukturiertes Konzept für altersheterogene Lerngruppen
  • ein inklusives Konzept zum erfolgreichen Erleben einer heterogenen Gemeinschaft

Reformpädagogisch orientierte Konzepte und innovative Schulformen erfahren in den letzten Jahren erheblichen Zuspruch. Dies lässt sich auch und im Besonderen an der wachsenden Zahl von Schulen und Schulgründungen feststellen, die sich in Ihrer pädagogischen Arbeit und Ihrer Konzeption am Schulkonzept der Jenaplan-Pädagogik orientieren.
Ursprünglich als Modell für Schulentwicklung von Peter Petersen in den 1920-er Jahren in Jena entwickelt, lässt sich, nicht zuletzt durch die prinzipielle Offenheit und somit aktuelle Gestaltungmöglichkeit des Konzepts, eine enorme Weiterentwicklung dieses Schulkonzepts mit zentralen Impulsen aus den Niederlanden, aus Deutschland und aus Österreich erkennen. Dies zeigt sich in unterschiedlichen Feldern der Schul- und Unterrichtsentwicklung, wie beispielsweise im Umgang mit der Verschiedenartigkeit und Vielfalt der Kindergruppen, bei den Herausforderungen des individualisierten Lernens und eines inklusiven Denkens und Handelns, bei den Forderungen nach Kompetenzorientierung sowie bei Fragen der Professionalisierung von Lehrerinnen und Lehrern.
Die Jenaplan-Pädagogik wertschätzt die Bildungsgrundformen Gespräch, Arbeit, Spiel und Feier, ermöglicht Kindern an den eigenen Fragen Sachthemen mit hohem Selbstaktivitätsgrad sich selbst zu erarbeiten und die Ergebnisse in einer wertschätzenden Gemeinschaft zu präsentieren. Damit wird das Konzept den Forderungen nach einem hohen Partizipationsgrad der Lernenden vielseits gerecht. Aktuelle neurowissenschaftliche Erkenntnisse, nach denen Lernen nicht mit dem Zeigefinger verordnet werden kann, sondern immer ein subjektiver Vorgang ist und in der Eigenverantwortung des/der Lernenden liegt, werden mit den Konzept-Strukturen nachweislich gestützt. Interessens- und Begabungsorientierung sind darüber hinaus unumgängliche Wegbegleiter bei diesem engagierten individuellen Lernprozess.
Die Jenaplan-Pädagogik weist also in Summe viel zeitgemäßes pädagogisches Potential auf.

Wichtige Information

Ab dem Schuljahr 2013/14 muss für den Unterricht nach dem Jenaplan, sofern er organisatorisch und lehrplanmäßig dem Volksschullehrplan entspricht, nicht mehr um Schulversuch im Bundesland Steiermark angesucht werden.